Archive pour le mot-clef ‘Saatgut’

Prises de position 2010 AoeL * AoeL Themenheft 2010 – 1/3

Lundi 28 juin 2010


- Keine Patentierung von Lebewesen

Pflanzen und Tiere gehören zum gemeinsamen Erbe aller Menschen, die nicht von einzelnen Unternehmen einverleibt werden dürfen. In ökonomischer und sozialer Hinsicht widerspricht die Monopolisierung agro-genetischer Ressourcen durch Aneignung von Saatgut und damit die Kontrolle der Nahrungsmittelproduktion dem Menschenrecht auf freien Zugang zu Nahrung.

- Pas de brevetage du vivant
Les plantes et les animaux font partie du patrimoine de l’humanité et il ne peut être question que quelques entreprises se les approprient. D’un point de vue économique et social, la volonté de monopolisation des ressources naturelles par les biotechnologies – mainmise sur les semences et de ce fait, contrôle de la production et de l’accès aux ressources alimentaires- est en contradiction avec les droits fondamentaux de l’être humain.

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- Absolute Sicherstellung des Bio-Anbaus zu den bestehenden Bedingungen.
Die Freiheit für Landwirte und Verarbeiter, wie bisher ohne Agro-Gentechnik zu arbeiten, muss unbedingt gewährleistet werden. Diese kann nur bestehen bleiben, wenn es keine Kontaminationen durch GVO gibt.
Wir fordern, dass die GVO-Anwender dafür Sorge tragen, dass unser Saatgut, unsere Felder und unsere Produkte sauber und genfrei bleiben.

- Sécurité totale pour les cultures bio, aux conditions suivantes :
Producteurs et transformateurs bio doivent pouvoir avoir la garantie de continuer à travailler sans OGM, ce qui n’est possible que s’il n’y a plus de contaminations.
Nous demandons qu’il revienne aux utilisateurs d’OGM de veiller – (garantir et porter la responsabilité) – à ce que nos semences, nos champs et nos produits restent propres et sans OGM.

Source/Quelle: www.aoel.org/index-de.html

Siehe auch im Blog unter « Verbände -> Deutschland »
Voir aussi dans le blog sous « Associations -> Allemagne »

Allemagne – Des semences de maïs importées contaminées par les OGM – Saatgut mit Gen-Mais verunreinigt

Mardi 4 mai 2010

(Traduction partielle du communiqué de presse de Greenpeace et Bioland).

Tous les ans, au printemps, 13 des 16 Länder allemands (à l’exception des villes-Länder de Brême, Berlin et Hambourg) procèdent au contrôle d’échantillons de  maïs importé pour vérifier s’il y a des traces de contamination OGM. Comme le permet la loi sur l’information environnementale, Greenpeace et Bioland ont demandé officiellement les résultats :
Sur 386 échantillons testés, 20  sont contaminés par des OGM (22 l’an dernier).
Cette contamination insidieuse des semences par les OGM est proprement intolérable, estime le Président de Bioland, Thomas Dosch. Cela va à l’encontre du principe de liberté de choix et du « décret de pureté » (« Reinheitsgebot ») s’appliquant aux semences au niveau européen.

Les Länder ont obligation de rendre ces résultats publics avant le 31 mars, avant donc le début de l’ensemencement. Ce qui n’a pas été encore fait (à la date du 26/04/2010) par la Basse-Saxe, le Mecklembourg-Poméranie-Occidentale, la  Rhénanie-Palatinat et la  Saxe-Anhalt.

Martin Hofstetter, expert Greenpeace, demande aux agriculteurs allemands de donner la préférence aux semences venant d’Allemagne.
Ainsi, une expertise du Schleswig-Holstein relève des traces de 4 sortes de mais génétiquement modifié  (Mon88017, Mon89034, Nk603 et Mon810) dont la culture est interdite en Allemagne. Même si les semences concernées sont enlevées du circuit commercial, le risque de contamination est grand : ces tests sont réalisés sur une petite partie seulement des semences importées.

Source: www.bioland.de et www.greenpeace.de
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Saatgut mit Gen-Mais verunreinigt – Pressemitteilung von Greenpeace und Bioland – Greenpeace und Bioland legen Liste betroffener Mais-Sorten
vor.
Hamburg/Mainz, 26.4.2010: Importierte Mais-Saaten sind zum Teil mit Gen-Mais verunreinigt. Dies ist das Ergebnis von stichprobenartigen Saatgut-Untersuchungen der Bundesländer, die Greenpeace und Bioland heute veröffentlichen. 13 Bundesländer testen jedes Frühjahr Mais-Proben auf gentechnische Verunreinigungen, neun haben bis heute ihre Ergebnisse mitgeteilt: In Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Hessen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg wurden die Behörden fündig. Greenpeace und Bioland haben die Ergebnisse nach dem Umweltinformationsgesetz abgefragt, Hersteller und Sorten-Bezeichnungen der verunreinigten Saaten werden heute auf den Internetseiten der Vereine veröffentlicht. Im Hinblick auf die Häufung von Verunreinigungen in Saatgut fordern Greenpeace und Bioland umfassendere Kontrollen und rechtzeitige Veröffentlichungen der Ergebnisse vor der Mais-Aussaat.
„Verunreinigtes Saatgut kann dazu führen, dass sich Gen-Pflanzen unkontrolliert ausbreiten und in die Nahrungskette gelangen“, sagt Martin Hofstetter, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace. „Selbst wenn die positiv getesteten Partien aus dem Handel genommen wurden, bleibt Importware riskant. Es wird nur stichprobenartig getestet, in Bayern beispielsweise nur sechs Prozent des gesamten Saatgutes. Landwirten sollten Mais-Saaten erwerben, die in Deutschland vermehrt wurden. Hier ist der Gen-Mais-Anbau verboten.“

Europaweite Nulltoleranz für Verunreinigungen

Für Saatgut gilt in der EU ein Reinheitsgebot.
Verunreinigungen mit Gen-Saaten sind verboten. Eine Probe aus Schleswig-Holstein enthielt jedoch gleich vier Gen-Mais-Linien (Mon88017, Mon89034, Nk603 und Mon810), die in Deutschland nicht angebaut werden dürfen. In Schleswig-Holstein waren zwei von sechs Proben mit Gentechnik verunreinigt, in Nordrhein-Westfalen beispielsweise zwei von zwölf.
„Die schleichende Verunreinigung von Saatgut mit gentechnisch veränderten Organismen ist vollkommen inakzeptabel und widerspricht dem Prinzip der Wahlfreiheit“, kommentiert Thomas Dosch, Präsident von Bioland, die Gen-Mais Funde.
Auch in den vergangenen Jahren gelangte immer wieder verunreinigtes Saatgut auf den deutschen Markt. 2009 haben die untersuchenden 13 Bundesländer (bis auf die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen) im Rahmen der so genannten Frühjahrs-Beprobung 386 Mais-Proben getestet.
Damals waren 22 Proben mit genmanipuliertem Mais verunreinigt. Für diese Saison sind bis heute 20 kontaminierte Proben gemeldet worden. Um zu verhindern, dass die Ergebnisse erst nach der Aussaat vorliegen, sollten diese laut Selbstverpflichtung der Länder bis zum 31. März abgeschlossen sein. Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt haben jedoch bis heute noch keine Auskunft erteilt.

Quelle: www.bioland.de und www.greenpeace.de

Kokopelli für die Artenvielfalt – Kokopelli pour la biodiversité

Jeudi 29 avril 2010

Wir halten die Online-Aktion von Kokopelli* für wichtig und unterstützen diese Aktion durch unsere Übersetzung des französischen Textes hier unten:

Das Saatgut – Essenz des Lebens – ist heute gefährdet.
12.000 Jahre gemeinschaftlicher Erfahrung – Leidenschaft und Reflexion – stellen ein unschätzbar wertvolles Erbe der Menschheit dar, dass allen gehört.

Diese Erbschaft läuft heute Gefahr von einer kleinen Minderheit beschlagnahmt zu werden: der Agrarindustrie und ihrer Lobby.

8 bis 10 multinationale Konzerne wählen das gesamte Saatgut nach gewinnorientierten Kriterien für den Anbau in der Welt aus. Und sie möchten sich gerne eine Exklusivität beschaffen!

Beim Unterschreiben dieser Online-Aktion, machen Sie folgende Behauptungen:

- Die Artenvielfalt ist wichtig für Sicherheit, Ernährungsunabhängigkeit und Fülle für die kommenden Generationen.

- Das Saatgut gehört der ganzen Menschheit,

- Ich fordere vom Gesetz folgende Zusicherung: Jeder Mensch hat das unabdingbare Recht dazu, jede  Pflanze (Kerne, Samen, Saatkorn, Wurzelknolle, Steckling…) zu pflanzen,  zu säen, kaufen, schenken, tauschen, vervielfachen, geben … ohne rechtliche Einschränkungen.

- Ich setze mich für ein Welterbe und meine eigene Freiheit ein und unterstütze – mit dem Verein Kokopelli – die kommenden Generationen, die Weitergabe der Artenvielfalt und die Fruchtbarkeit.

Wenn Sie unterschreiben möchten
:
www.univers-nature.com/signez/?code=cat
* Siehe im Blog unten « Verbände-Frankreich »
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A l’initiative de l’association Kokopelli*

« La semence, essence même de la vie, est aujourd’hui menacée. 12 000 ans de construction collective patiente et réfléchie ont abouti à la création d’un patrimoine végétal, technique et culturel inestimable, commun à toute l’humanité. Cet héritage court aujourd’hui le risque d’être confisqué par une infime minorité, l’ agro-industrie et leurs lobbys.

- Conscient que le maintien de la biodiversité est facteur de sécurité, d’indépendance alimentaire et de nourritures abondantes pour demain,
- Conscient que la semence est un bien commun à tous les peuples,
- Je demande que la loi AFFIRME le droit inaliénable de toute personne de cultiver, semer, multiplier, acheter, échanger, offrir, céder, transmettre, tout végétal (graine, bouture, plant, tubercule, etc.) sans restriction légale d’aucune sorte.
- Je revendique le droit de me procurer et de consommer librement la nourriture issue du produit des semences de population, de pays, de famille, dites anciennes : toutes, graines de vie.

En signant cette pétition, je défends ma liberté, un patrimoine et permet, avec l’association Kokopelli, la transmission de la biodiversité et de la fertilité aux générations futures. »

Pour signer en ligne :
www.univers-nature.com/signez/?code=cat

* Voir notre billet sous « Associations France »